Offerte schreiben im Handwerk: Aufbau, Inhalt und Praxis-Tipps
Die Offerte ist dein Verkaufsdokument – und rechtlich mehr als eine Preisinfo. Hier steht, was in eine professionelle Handwerker-Offerte gehört, worauf du bei Gültigkeit und Nachträgen achtest und wie du den Aufwand pro Offerte auf Minuten reduzierst.
Der Aufbau einer professionellen Offerte
- Kopf: Dein Firmenname mit Adresse, Logo, Kundenadresse, Datum, Offertnummer und ein aussagekräftiger Titel (z. B. «Offerte Fassadenanstrich EFH»).
- Positionen: Jede Leistung als eigene Zeile mit Menge, Einheit (m², h, Stück, pauschal), Einzelpreis und Betrag. Je klarer die Positionen, desto weniger Diskussionen später.
- Beträge: Zwischensumme, allfälliger Rabatt, MWST-Satz und -Betrag, Total.
- Konditionen: Gültigkeitsdauer der Offerte, Zahlungsfrist, allenfalls Ausschlüsse («bauseitige Leistungen», «Gerüst durch Dritte»).
Wie verbindlich ist eine Offerte?
In der Schweiz gilt: Ein Angebot mit Annahmefrist bindet dich während dieser Frist (Art. 3 ff. OR). Nimmt der Kunde innerhalb der Frist an, kommt der Vertrag zu deinen offerierten Konditionen zustande. Deshalb: Gib immer eine Gültigkeitsdauer an (üblich sind 30 Tage) und kalkuliere sorgfältig – «Das war nur eine grobe Schätzung» zählt bei einer detaillierten Offerte nicht.
Wenn du bewusst unverbindlich bleiben willst, kennzeichne das Dokument als Richtofferte oder Kostenschätzung «ohne Gewähr, unverbindlich».
Regie oder Pauschale?
Pauschal gibt dem Kunden Preissicherheit und dir die Chance auf Effizienzgewinn – aber du trägst das Risiko von Überraschungen. Regie (nach Aufwand mit Stundenansatz) ist fair bei unklarem Umfang, verlangt aber saubere Zeiterfassung als Nachweis. In der Praxis bewährt sich oft die Mischung: definierte Arbeiten pauschal, Unvorhergesehenes ausdrücklich in Regie.
Nachträge sauber handhaben
Kommt auf der Baustelle etwas dazu, halte es sofort fest – als zusätzliche Position mit Preis, idealerweise vom Kunden bestätigt, bevor du weitermachst. Bei bauzit ergänzt du Positionen direkt in der Rechnung, die aus der Offerte entsteht; der Kunde sieht transparent, was zur Offerte dazukam.
Offerte in Minuten statt Feierabend-Stunden
Der grösste Zeitfresser sind nicht die Preise, sondern das Zusammensuchen: Vorlage öffnen, alte Offerte kopieren, Positionen anpassen, verrechnen. Mit Stammdaten geht es schneller: Leistungen mit Einheit und Preis einmal anlegen, in der Offerte auswählen, Menge eintragen – fertig. In bauzit siehst du dabei in der Live-Vorschau genau das Dokument, das der Kunde erhält, und machst aus der angenommenen Offerte per Klick die Rechnung.
Häufige Fragen
Wie lange sollte eine Offerte gültig sein?
Üblich sind 30 Tage. Bei stark schwankenden Materialpreisen darfst du kürzere Fristen setzen oder einen Materialpreisvorbehalt formulieren.
Muss eine Offerte die MWST ausweisen?
Für MWST-pflichtige Betriebe: ja, weise Satz und Betrag aus – so gibt es bei der Rechnung keine Überraschung.
Wie wandle ich eine Offerte in eine Rechnung um?
In bauzit mit einem Klick: Positionen, Kunde und Projekt werden übernommen, der QR-Einzahlungsteil wird automatisch erzeugt.
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